Diese Website ist eine Initiative von Han Terneldeli aus der Niederlande und Friederike Weiß aus Deutschland. Wir sind zwei alte Seelenverwandte, die sich in diesem Leben wiedergefunden haben. Gerne stellen wir uns euch vor:

 

Wer ist Han Terneldeli

Mein Name ist Han Terneldeli. Ich habe die 50 Jahre-Grenze überschritten, und zusammen mit meiner Frau  Christianne, unserer Tochter Louise und unserem Hund Fluister (Flüster auf Deutsch) wohne ich in Breda (Niederlande).

Nahezu seit Beginn meines Berufslebens habe ich in den Firmen, in denen ich gearbeitet habe, Änderungsprozesse initialisiert und geleitet. Anfangs war ich damit als Arbeitnehmer beschäftigt, und später habe ich mich selbstständig gemacht als Interimsmanager. Ich war erfolgreich, und für lange Zeit hatte ich die Vorstellung, dass das, worin man gut ist, automatisch auch Spaß macht.

Aber Fähigkeit und Freude sind doch zwei unterschiedliche Sachen, wie mir im Laufe der Zeit klar wurde. Im Jahr 2005 bin ich gestrandet mit einem ziemlich großen Burn-out. Mit Hilfe eines Psychiaters und meiner Ehefrau (die mich liebevoll unterstützte unter dem Motto "Ich werde natürlich da sein für dich, aber deine Probleme musst du schon selber beheben ") habe ich mich erholt. Nach mehr als einem Jahr habe ich Raum in mir gefunden, um dann wirklich für mich selbst zu wählen, und bin zum ersten Mal in meinem Leben in ein Retreat gegangen. Das amerikanische Ehepaar Ruth und Bruce Davis (siehe meine Linkseite) hat mich während einer Woche in Assisi in die Stille geführt.

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"Just slow (slooow) down and go deep (deeep) into yourself" war die Antwort von Bruce auf meine Frage, wie es jetzt weitergehen sollte in meinem Leben. Diese Woche brachte mir die Vervollständigung meiner Gesundung. Ich fühlte mich gesund, als ich wieder nach Hause kam. In Italien ist mir klar geworden, dass die Stille mein Zuhause ist. Da hat sich eine tiefe Sehnsucht in mir entwickelt, die Stille zu verbreiten.

 

Warum "Ruf der Stille"

Ruf der Stille, Han Terneldeli
Ruf der Stille, Han Terneldeli.

Ich wollte meinen alten Job nicht wieder aufnehmen und habe dann eine kleine Firma in Youngtimer gegründet (Autos also, ein Hobby), und das Meditieren hat mich ständig beschäftigt. In meiner Freizeit habe ich dann nach Meditationen in der Stille gesucht, aber ich habe nichts gefunden, was mich wirklich ansprach. Anfangs gefiel mir die niederländische Initiative "Cities of Light" sehr gut, wobei einmal im Monat Menschen in ihren privaten Wohnzimmern in Stille zusammenkommen, um zu meditieren, aber immer mehr teilnehmende Wohnzimmer haben die totale Stille hinter sich gelassen und sind zu geführten Meditationen mit Stimme oder Musik übergegangen. Mich hat das eher abgelenkt von dem Weg nach innen.

Manchmal war Zen.nl für mich ansprechend, aber oft dann auch wieder nicht. Die vielen Regeln waren bestimmt nicht für mich geschrieben, wie zum Beispiel die verpflichtende Sitzposition. In Assisi konnte man sitzen, liegen, niederknien, wie man wollte. "Just make it yourself as comfortable as possible. Be fine, that's all and find (fiiind) your way inside (Nimm eine für dich angenehme Haltung ein, fühl dich wohl und finde deinen Weg nach innen)". Keine Regeln also, einzige "Richtschnur" die Einfachheit.

Ich habe ein Buch gelesen über das Leben von Prinz Siddharta (der spätere Buddha), worin beschrieben ist, wie der Prinz fühlt, dass es nicht gut für ihn ist, seinen Vater zu ersetzen als König des Landes. Er entscheidet sich, den Palast zu verlassen und als Mönch auf die Suche zu gehen nach seinem Meister, irgendwo in den unendlichen Wäldern. Schließlich, nach langer Wanderschaft von vielen Jahren, findet er ihn oben auf einem Gipfel in meditativer, fast vegetativer Haltung, und Siddharta beschließt, sich zu ihm zu setzen. Nach fünf Tagen in Stille fasst Siddharta allen Mut zusammen und fragt seinen Meister nach seinem Geheimnis, aber dieser reagiert nicht. Erst nach drei Tagen blickt der Meister auf und sagt: "Weißt du, was dein Problem ist? Du redest zu viel...".

Sechs Jahre später habe ich dann meinen Lehrer - Bruce - wiedergefunden bei Einkehrtagen in Kevelaer (Deutschland), und das fühlte sich für mich so an wie Nach-Hause-Kommen. "It's just so good (sooo good) to see you again, you're welcome". (Es ist so gut dich wieder bei uns zu sehen, fühl dich zu Hause). Anderthalbe Jahre später wurde ich dann eingeladen,  mit einer kleinen Gruppe im gleichen Kloster ohne Leitung von Bruce zu meditieren. Während dieser Einkehrtage ist da sehr viel innerlich passiert mit mir und der Gruppe. Es ist mir klar geworden, dass die Stille mein Pfad ist, dass es meine Absicht ist, Menschen in Meditationen in die Stille mitzunehmen.

Ich lade euch ein; ihr seid herzlich willkommen!

 

Brauchen wir einen Meister?

Jeder Mensch quält sich manchmal mit dem Leben und sucht einen Weg. Und es ist die Frage, ob man unbedingt einen Lehrer oder Meister braucht, um diesen Weg zu finden. Die Antwort ist nein, ihr könnt es selber. Tief im Innern warten die Antworten auf euch. Aber genauso, wie damals in der Schule die Lehrer euch begleiteten in den unterschiedlichen Fächern, so kann es auch jetzt angenehm sein, wenn euch jemand auf dem Weg nach innen begleitet. Dort - in der Stille deines Herzens - findet ihr die Antworten, die ihr sucht. Der Reichtum wartet dort auf euch in aller Einfachheit.

Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass es leichter ist, den Weg nach innen zu finden, wenn man mit mehreren Menschen zusammen ist und meditiert. Die Energie der Gemeinschaft erleuchtet den Pfad nach innen.

Ich bin kein Meister, aber ich reiche euch gerne die Hand. Ihr seid herzlich willkommen!

 

Ruf der Stille, Han Terneldeli

 

 

 

Und wer ist Friederike Weiß

Ja, wer bin ich? Lange glaubte ich es zu wissen: mitten im Krieg geboren, "schon wieder ein Mädchen" nach drei schon jugendlichen Schwestern, also 'Nesthäkchen' in der Familie, das sich redlich bemühte, dem Vorbild der Älteren nachzueifern, und es auch schaffte, die gängigen Lebensschritte einzuhalten: Schule, Studium, Lehrberuf, Ehe, Kinder - fest darauf programmiert, auf Lebenszeit, wie ich dachte.

Ruf der Stille, Friederike Weiß
Ruf der Stille, Friederike Weiß.

Doch dann riss das Netz der äußeren gewohnten Sicherheit entzwei, Bausteine der alten Welt brachen zusammen, ich musste neuen Boden suchen.

Fast unmerklich hatte sich aber unter meinen wankenden Schritten schon ein neues Netz gebildet, das mir nach und nach immer mehr Halt gab.

Schon in meiner Jugend und dann beim Theologiestudium waren immer wieder Fragen zum Gottesverständnis und zum Sinn des Menschseins aufgekommen, die für mich keine schlüssigen Antworten fanden in der katholischen Kirche, in der ich groß geworden war. Meine Suche führte mich schon während meiner Lehrtätigkeit über Lektüre , Workshops und Meditation auf den Weg der Spiritualität, für den sich mein Herz freudig öffnete und der mich vor allem während meiner Lebenskrise sanft auffing.

Es war der Ruf der Stille, der in mir ungeahnte Tiefen öffnete. Ich lernte mein Leben auf neue Art zu umarmen mit all seinen Licht-und Schattenseiten, Höhen und Tiefen. "There is no right, no wrong" (Bruce Davis), alles dient der von mir bewusst oder unbewusst gewählten Erfahrung.

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Der Ruf der Stille fasste Fuß und dehnte sich aus an einem neuen Ort: ASSISI, der kleinen mittelalterlichen Stadt in Umbrien/Italien, in der der Hl.Franziskus vor ca. 800 Jahren seine Spuren hinterlassen hat, die das Bild und den Geist dieses Ortes noch heute prägen und Menschen aus der ganzen Welt anziehen. Hier fand (auch) ich durch die intensive Unterstützung durch Bruce und Ruth Davis (Retreats und Movement for the soul) und durch viele wertvolle Herzensbegegnungen mit Menschen, die auch auf der Suche waren, Schritt für Schritt innerlich zu mir selbst, und mein Herz öffnete sich auch mehr und mehr für den Kontakt zur geistigen Welt. Im Außen wuchs von Jahr zu Jahr eine 'internationale Familie' zusammen im Erkennen, Austauschen und Miteinander-Teilen des alle verbindenden franziskanischen Geistes.

Schon kurz nach der Eröffnung des Meditationszentrums von Bruce Davis im Jahre 2000 stand nach einer Meditation ziemlich klar das Bild einer spirituellen Gemeinschaft im Sinne von Franz von Assisi vor meinen Augen (siehe Blog: Seele horch auf). So war es meine anfängliche Absicht, ganz dort zu bleiben, zusammen mit einigen Freunden und Freundinnen, die sich auch dazu gerufen fühlten. Aber schon nach einiger Zeit realisierte ich, dass diese Herzensgemeinschaft nicht ortsgebunden sein muss, sondern weltweit gelebt werden kann, wie z.B. in der von Bruce und Ruth Davis initiierten Gemeinschaft der 'Kleinen Blumen' (Franziskus). So entschied ich mich, nicht zuletzt wegen meiner Enkelkinder, den Assisi-Garten, der in meinem Herzen erblüht war, zwar immer wieder vor Ort zu pflegen und zu gießen, ihn aber darüberhinaus über die Schwelle nach Deutschland 'mitzunehmen' und ihm dort Raum zur weiteren Entfaltung zu geben.

Ruf der Stille in Assisi - Italien
Ruf der Stille in Assisi - Italien.

Voller Freude widme ich nun seit ca. 20 Jahren einen Großteil meiner Zeit den Menschen in einem Altenheim, wobei es mir mehr und mehr gelingt, auch im Umgang mit Krankheit, Demenz, körperlichen Gebrechen und Sterben den Blickwinkel auf die Leichtigkeit und Freude des Seins nicht zu verlieren, nicht im Sinne eines rosaroten Teppichs, den ich über die 'nackten' Tatsachen lege, sondern in der liebevollen Annahme der 'Lebensbühne', deren Vorhang sich Tag für Tag vor mir öffnet. Auch das phantasievolle Spielen meiner Enkelkinder wird dabei immer wieder zur erfrischenden Inspiration.

Der Raum der Stille in mir ist zu einem festen und gleichzeitig fließenden Fundament geworden, das alles trägt und hält und alles als das sieht, was es ist: die riesige Bandbreite an Erfahrung, die das Leben der Menschen in hellen und dunklen Farben gestaltet, eingebettet in die allumfassende bedingungslose Liebe der Urquelle, unserer Ur-Heimat.

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Im Laufe der Jahre sind viele Texte entstanden, die meine innere Entwicklung zum Ausdruck bringen, teilweise auch als Botschaften aus der geistigen Welt oder als Visionen, die während der Meditation vor mein inneres Auge kamen.

Ich danke von ganzem Herzen Han, der mir die Möglichkeit gibt, nach und nach einiges davon mit euch zu teilen. Du findest bereits einige meiner spirituellen Erfahrungen in unserem Blog (klicke auf den Button), und wenn du magst, kannst du darauf antworten oder über deine eigenen Erfahrungen schreiben. Ich freue mich auf unseren Austausch.

 

Ruf der Stille, Friederike Weiß